Je stiller du bist,

desto mehr kannst du hören.

                           Chinesische Weisheit


Kristin

Brinckmann

Zu meiner Person

Ich bin Kristin Brinckmann, Jahrgang 1974, habe zwei wunderbare Töchter (Jahrgang 2002 + 2005) und bin „glücklich“ geschieden.

Gerne erzähle ich Dir etwas von meinem ganz persönlichen Weg:

Ich habe meine Yogalehrerausbildung in Berlin bei Katharina und Julian Middendorf im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossen. nivata…das Yoga der Stille und ein egofreies Yoga. Stille hat mir schon immer sehr viel bedeutet. Nachdem ich selber einige Jahre Yoga-Kurse besucht habe, wuchs mein spirituelles Interesse und ich hatte plötzlich den Wunsch, tiefer einzutauchen und eine Yogalehrerausbildung zu machen. Auf nivata bin ich eher zufällig in einer Yoga-Zeitschrift gestoßen. Es war eine Bauchentscheidung und sie war goldrichtig! An den Ausbildungswochenenden konnte ich immer wieder sehen und spüren, wie man Yoga in den „normalen“ Alltag einbauen kann…dass man als Yogi nicht unbedingt in einer anderen Welt leben muss…und dass Spiritualität nicht gleich „abgehoben und fernab von der Realität“ bedeutet. Das waren ganz wertvolle Erfahrungen für mich. Yoga findet für mich heute nicht nur auf der Matte statt, sondern ist eher zu meiner Lebensphilosophie geworden.

Zeitgleich zur Yogalehrerausbildung habe ich mit der Ausbildung in Atemzentrierter Psychotherapie begonnen. Ich bin mit dem Verbundenen Atmen (oder auch Rebirthing/Holotropes Atmen) das erste Mal während meines Kuraufenthaltes in Berührung gekommen und habe damit sehr, sehr tiefe Erfahrungen gemacht. Mich begeistert diese Methode so sehr, weil es – gerade für uns doch sehr kopfgesteuerten Menschen – eine sehr gute Möglichkeit ist, aus dem Kopf bzw. dem Denken herauszukommen und die eigenen Gefühle (wieder) wahrzunehmen. Oft scheitern wir daran, an unsere Gefühle zu kommen, weil wir so sehr im Kopf verhaftet sind. Und das Wunderbare an dieser Methode ist, dass der Atmende die Möglichkeit hat, selbst zu bestimmen, wie weit bzw. tief er gehen möchte und welches Thema überhaupt für ihn „dran“ ist. Auch hier gilt für mich…jeder in seinem eigenen Tempo. Ich habe das Vertrauen, dass sich das zeigt, wofür die Zeit gekommen ist und was nun angeschaut und bearbeitet werden möchte…

Während dieses Kuraufenthaltes habe ich außerdem gemerkt, dass ich ein besonderes Gespür für andere Menschen und vor allem deren Gefühlswelt habe. Es gab für mich damals ein Schlüsselerlebnis mit einer Mitpatientin, die ihre Gefühle nicht in Worte fassen und nach außen bringen konnte. Ich habe versucht, ihre Gefühle zu beschreiben. Sie guckte mich ganz erstaunt an und fragte mich, woher ich das wüsste. Erst viel später ist mir klar geworden, dass ich ihr eine Brücke bauen konnte, um ihre Gefühle nach außen zu bringen. So entstand der Herzenswunsch in mir, Menschen wieder in Kontakt mit ihren Gefühlen zu bringen und sie darin zu unterstützen und zu begleiten. Ich begann also mit den Prüfungsvorbereitungskursen zur  Heilpraktikerin für Psychotherapie. Schon während meiner Atem-Ausbildung wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass ich diesen Schein gar nicht zwingend bräuchte. Ich hatte mich aber vom deutschen Sicherheitsdenken anstecken lassen und war der Meinung, ich müsste eine „richtige Therapeutin“ MIT Zertifikat sein. In der mündlichen Prüfung fragte mich gleich zu Beginn einer der Prüfer, wofür ich denn den Schein gerne haben möchte. Nachdem ich ihm erklärt hatte, dass es mir gar nicht darum ginge, mit psychisch kranken Menschen zu arbeiten, sondern eher Menschen in leichten Lebenskrisen zu helfen und ihnen eine Orientierungshilfe zu geben, hat er mir gesagt, dass ich dafür den Schein doch gar nicht bräuchte…

Von diesem „Sicherheitsdenken“ konnte ich mich lange Zeit nicht lösen, habe aber schließlich doch erkannt, dass das Verständnis, das Einfühlen und die Empathie für andere Menschen sehr viel wichtiger ist, als irgendwelche Zertifikate… Unsere Ausbilder haben uns immer wieder gesagt: „Je mutiger Ihr seid und Euch Eure eigenen Themen anschaut und sie bearbeitet, desto besser könnt Ihr Eure Klienten begleiten…“

Eines meiner großen Themen ist sicherlich meine wertschätzende Trennung/Scheidung. Durch meine Ausbildung in einer Anwaltskanzlei und die anschließende Zeit bei einem Fachanwalt für Familienrecht war das Thema Trennung und Scheidung für mich immer präsent. Ich war dort unter anderem der „Kummerkasten“ für die Mandanten. Es war immer wieder das gleiche Phänomen: die Frauen beklagten sich über ihre Männer, die keinen Unterhalt zahlten und die Männer klagten über ihre Frauen, die ihnen die Kinder vorenthielten. Es ging letztlich immer wieder um persönliche Verletzungen und Machtkämpf. Geld gegen Kinder und Kinder gegen Geld. Das waren die Druckmittel. Fürchterlich! Das hat mich damals schon zermürbt und ich hatte mir geschworen, es besser zu machen, falls ich jemals irgendwann einmal in diese Situation kommen sollte. Leider kam es dann in meiner Ehe auch irgendwann zum Bruch und ich durfte persönlich erleben, dass es tatsächlich möglich ist, sich in Würde und wertschätzend zu trennen und scheiden zu lassen. Dafür bin ich meinem Ex-Mann auch heute noch unglaublich dankbar! Wir pflegen immer noch einen sehr guten Umgang miteinander und gelten in unserem Umfeld als positives Beispiel, wie Trennung auch funktionieren kann. Ein Freund, bei dem es auch so ähnlich funktionierte, hat das – wie ich finde – mal sehr gut in Worte gefasst: „Man muss sich von seinem Ego lösen und sich auf das Wesentliche beschränken!“ Und ich glaube, das ist tatsächlich das kleine/große Geheimnis…

Ich gebe sehr gerne meine positiven Erfahrungen weiter und freue mich sehr, wenn ich Dich ein Stück auf Deinem Weg begleiten darf…!

 

Interessen/Fortbildungen:

2010 - 2016:    Intensive Vorbereitung/Ausbildung „Heilpraktiker für Psychotherapie“
2010:               Seminar „Lösungsfokussierte Kurztherapie nach Steve de Shazer (SFBT)“ bei Amara/Christoph Frieling, Hamburg
2011 - 2012:    Ausbildung zur nivata Yogalehrerin/Teacher of Stillness bei nivata, Berlin
2011 - 2017:    Ausbildung in Atemzentrierter Psychotherapie bei RR Pleske, Derneburg
2013:               Seminar „Yoga mit Kindern – Yogalehrer Weiterbildung“ bei Yoga Vidya/Kavita Pippon, Westerwald
Seit 2013:       Eigene Yogakurse
2015:               Fortbildung „Yin Yoga & Anatomie Teacher Training I“ bei Markus Henning Giess, Hamburg
2017:               Workshop „Yoga & Emotionaler Hunger“ bei Franziska Krusche, Hamburg
2017:               Workshop „Flight Club“ und „Yoga Roll“ bei Christian Klix, Lübeck